Inselparadies: Koh Chang

Der Weg nach Koh Chang

Nachdem wir in Bangkok dem turbulenten Treiben und dem Smog Adiéu gesagt hatten, ging es weiter in den Süden. Wir entschieden uns, die Strecke von rund 320 km mit dem Bus zu fahren. Bus- und Bahnfahrten sind in Thailand sehr günstig! Wir zahlten rund 11€ für zwei Personen. Abfahrt ist meistens an der Busstation „Ekamai“ oder an der „Mo Chit Station“. Die Busse nach Koh Chang haben feste Abfahrtszeiten, auch wenn diese mit den Angaben im Internet nicht so ganz übereinstimmen. Daher lieber eine Stunde früher da sein 😉 (das können wir Deutsche ja!). Empfehlen können wir den Gouverment Bus 99. Dieser hält zwischendrin so gut wie nicht an. Daher ist man schneller am Ziel. Wer es gerne komfortabel mag, kann sich auch Tickets für einen Minivan oder einen VIP-Bus kaufen. Jedoch sei gesagt, dass die Minivans ganz oben in den Unfallstatistiken zu finden sind. Dies liegt meistens an der schnellen Fahrweise der Fahrer. Die Fahrt ging erst einmal ewig durch Bangkok. Als wir dann die Großstadt verlassen hatten, ähnelten sich die Landstriche durchgehend. Erst kurz vor Trat sahen wir Ananasfelder und Baumplantagen. Nach 7 Stunden Fahrt (mit Pause!) kamen wir an der Anlegestelle in Trat an. Koh Chang ist nämlich nur über die Fähren zu erreichen. Einen Flughafen gibt es dort nicht, nur in Trat. Die Tickets für die Fähre betrugen in etwa 2€ pro Person. Der Bus fuhr nicht auf die Fähre, da er schlichtweg zu groß ist. Das ist natürlich ein großer Vorteil der Minivans, denn diese fahren mit und man muss nicht sein Gepäck ausladen und auf die Fähre schieben. Die Abfahrten variieren hierbei auch. Wir hatten so das Gefühl, dass erst abgelegt wird, wenn die Fähre auch randvoll ist, bzw. genug verdient wurde ;). Müllabfuhr, Geländewagen, Tuk Tuks, etc. fanden alle ihr Plätzchen. Nur drehte kaum einer, seinen Motor ab, was eine ganz schöne Stinkerei zur Folge hatte. Die Fähre verfügt über zwei Stockwerke, und so können Passagiere auch oben den Smog von unten vergessen und die Fahrt genießen. Koh Chang (auf deutsch: die Elefanteninsel) strahlte im Sonnenlicht mit ihren vielen Bäumen. Sie sah aus, wie eine unberührte Insel. Die Fahrt war ruhig und dauerte auch wirklich nicht lange (ca. 15 Minuten). Am Ufer warteten schon Minibusse und Pick-ups um die Touris zu ihren Hotels zu bringen. Hier empfiehlt es sich schnell zu sein, damit man zum einen noch einen Sitzplatz bekommt und der Koffer auch auf dem Auto noch Platz hat. Die Preise zu den Hotels sind immer gleich, egal wie weit oder nah diese sind. Die Fahrt zu unserem ersten Hotel war lange und so konnten wir das Insel-leben erst einmal aufsaugen und erste Eindrücke auf uns wirken lassen. Die nächsten 10 Tage war das nun unsere Heimat.

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Fähre

Hotels

Sea View Resort and Spa Koh Chang

Wir buchen unsere Hotels (je nach Land) schon vorab. Auf TripAdvisor hatte ich mich in das Sea View schnell verliebt. Es sah paradiesisch aus, mitten im Dschungel mit eigenem Sandstrand. Die Bewertungen waren bunt gemischt. Da sich viele wohl einig waren, dass es fernab jeglicher Zivilisation läge, entschieden wir uns, nur 3 Tage zu bleiben. Dort angekommen, war ich so erleichtert und glücklich, dass es total den Bildern entsprach und sogar noch viel schöner ist. Es ist eine Wohlfühloase wie in einem Traumkatalog. Nein ich mache keine bezahlte Schleichwerbung für dieses Hotel ;)! Ich hab mich nur unheimlich wohl gefühlt! Wenn ihr die Bilder seht, wisst ihr bestimmt auch warum! Ein Angestellter brachte uns im Golfcaddy den steilen Hang zu unserem Hotel hinauf. Das war schon abenteuerlich, so viele steile, schmale Kurven. Dadurch, dass überall so viel Grün und Natur ist, fiel das große Haupthaus nicht negativ auf. Mit einer Seilbahn kann man problemlos das Hotel, den Strand, die Pools und Gärten erreichen. Die Fahrten waren immer wieder interessant und die Bahn mit ihren 6 Sitzplätzen auch nie überfüllt. Für die Abenteurer unter uns, kann man allerdings auch die Wege zu Fuß laufen und so ganz wunderbare Aussichtspunkte und Schaukeln entdecken. Man hatte so oft das Gefühl, alleine in dieser tollen Anlage zu sein. Das war ein großer Pluspunkt. Der Infinitypool (einer von vielen Pools!) ist meistens leer und man kann ganz entspannt dort verweilen und den Blick auf die atemberaubende Landschaft genießen. Den Tag über verbrachten wir jedoch meistens am Strand. Dort bat sich morgens leider schon das typische deutsche Urlaubsbild: belegte Liegen mit Strandtüchern. Na sowas mag ich ja… Trotzdem fanden wir immer wieder schöne Plätzchen zum lesen und bräunen. Das Meer war auch sehr klar und es gab keinen hohen Wellengang. Wer Lust hat, sich sportlich zu betätigen, kann hier Kanus mieten und zur rund 600 Meter entfernten Insel paddeln. Bei Ebbe kann man auch dort hin laufen (Ebbe war bei uns nachts, kann also nichts darüber berichten). Das Essen im Sea View ist sehr lecker und bietet auch internationale Gerichte wie Pizza oder Tapas an. Die Preise ähneln allerdings auch den westlichen Ländern ;)… Das ist unser großer Kritikpunkt an diesem Hotel. Sie nutzen schamlos die abgelegene Lage aus. Denn die wenigsten mieten sich Roller oder nutzen den kostenlosen Shuttleservice, der 2 mal täglich fährt. Wären wir länger dort geblieben, hätten wir uns einen Roller gemietet und wären dann abends immer auf Essenssuche gegangen. Nur soll gesagt sein, dass man nachts mit dem Roller -auf den nicht ganz ungefährlichen Strecken- aufpassen muss!

Wenn man Glück hat und Ebbe ist, kommt man an den benachbarten Lonely Beach auch gut zu Fuß. Dort gibt es ein zwei Bars / Restaurants die wesentlich neutralere Preise haben. Dort gab es ein wunderbares Baumhaus für Erwachsene. Der Weg auf eine Empore war sehr abenteuerlich, aber einfach grandios! Das Essen war super lecker und im Thaistyle. Es gab jedoch auch andere internationale Gerichte. Sollte also für alle Geschmäcker etwas dabei sein! Unser Highlight in diesen drei Tagen, waren definitiv die Affenbande, welche die Balkone morgens immer nach Essen absuchte. Hierbei wussten die gar nicht so kleinen, raffinierten Tierchen, genau wie sie eine nicht abgeschlossene Tür auch aufbekommen. Also besser immer gut abschließen und auch nichts zu Essen offen herum liegen lassen. Bei unseren Nachbarn hatten sie wohl Kit-Kat und Chips ergattert. Ich hinterließ ihnen da doch lieber die artgerechte Nahrung von Bananen und Mandarinen. Diese schälten sie präzise und aßen sogar auf der Rückkehr noch die Bananenschale auf. Auch die vielen Schaukeln luden ein, zu verweilen und die Seele baumeln zu lassen. Wer also ein absolutes Paradies sucht und auch Rollererfahren ist, dem empfehle ich dieses Hotel. Dabei würde ich aber nie die Bungalows nehmen, diese sahen klein und in die Jahre gekommen aus. Es werden zwar auch gerade neue etwas oberhalb der alten gebaut, zu diesen kann ich jedoch noch nichts sagen. Könnten super luxeriöse Bungalow-Villen werden, oder eben doch nur eng gepferchte Hütten. Wir hatten ein Grand-Deluxe Zimmer im großen Gebäude wo auch das Frühstück auf einer Terrasse stattfindet und können es empfehlen.

 

 

KC Grande Resort

Nachdem die 3 wunderschönen Tage so schnell vorbei waren, ging es weiter ins KC Grande am bekannten White Sand Beach. Die Fahrt vom Sea View zu diesem Hotel dauerte mit dem Taxi in etwa 10-15 Minuten. Im KC hatten wir uns einen Bungalow in zweiter Reihe mit Meerblick ergattert. Der eigentliche Grund, aus welchem wir uns für dieses Hotel entschieden hatten, war jedoch ein anderer. Dadurch, dass wir im Sea View so abgelegen waren, wollten wir uns näher im Zentrum sein. Nicht dass wir es toll finden, viel Verkehr direkt vor der Nase zu haben, es geht eher ums Essen und ein paar Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem ist auf Koh Chang kaum Verkehr :)! Ein 7eleven findet sich im Übrigen direkt neben dem Hotel. Das Hotel ist unter Russischem Management. Die Angestellten durchweg Thai. Diese sprechen bzw. verstehen leider mehr schlecht als recht englisch. Dies führte manchmal zu Irritationen und auch Ärgernissen.

Das Frühstücksbuffet ist leider sehr einseitig. Für mich als bevorzugter Vegetarier, gab es morgens nicht die große Auswahl. Meistens waren die Thaigerichte mit Schwein gekocht. Auch die Säfte waren nicht ganz so frisch und lecker. Zudem nervte es, dass man ständig beim Essen von Thais angesprochen wurde um etwas von Ihnen zu kaufen. Dadurch, dass das Frühstück direkt am Strand war, war das eine Willkommene Bühne für die Händler. Der Strand an sich ist sehr lang und lädt bei Ebbe zum verweilen ein. Wir hatten hierbei eher höheren Wellengang erlebt, das kam aber auch immer auf das Wetter an. Der Sand ist größtenteils sauber, man muss jedoch mit Felsen im Wasser aufpassen! Zudem wird vor starker Strömung gewarnt. Also eher nichts für Familien mit kleineren Kindern. Ansonsten werden täglich die Grünanlagen gepflegt und man kann sich gut an den vielen Pools verweilen, wenn man gerade bei Ebbe nicht ins Meer kann. Ich würde das Hotel nicht weiterempfehlen, da das Frühstücksbuffet einfach nicht so toll war und es einfach eine zu große Anlage mit zu vielen Touristen ist.

 

Food

Am White Sand Beach gibt es zahlreiche Restaurants, Shoppingstände und mehr. Um 17 Uhr füllen sich dann die Straßen. Eine Essensstraße baut sich so langsam auf. Dort gibt es zu Thaipreisen allerlei Köstlichkeiten: Obst, frische Shakes, Hähnchenspieße, frischen Fisch, Phad Thai, Insekten….! Wir fanden es sehr lecker und es war einfach auch so ursprünglich! Genau so etwas suchten wir! Tagsüber lässt sich überall am White Sand Beach oder anderen Stränden auf der Insel etwas finden. Wir sind meistens in das Rock Sand Resort gegangen. Dieses lag nur ein paar Gehminuten von unserem Hotel entfernt. Die Preise waren in Ordnung und das Essen einfach lecker! Aber Achtung, dort wird gerne scharf serviert. Man sollte also nicht zu tief sein Essen dippen 🙂 … Durch die hohen Wellen, war es manchmal ein echtes Abenteuer überhaupt zu diesem Restaurant zu kommen. Im 7eleven haben wir uns dann noch mit Bananenchips ausgestattet. Die waren sehr lecker!

 

 

Aktivitäten

Auf der Insel kann man alles machen, was das Herz begehrt. Leider auch Dinge, die in meinen Augen sehr stark gegen den Tierschutz gehen. Vom Elefantenreiten rate ich daher strengstens ab. Auch mit einem Babyelefanten im Meer zu baden, sehe ich mehr als kritisch! Aber das muss jeder für sich entscheiden! Ansonsten gibt es auch Tagesausflüge auf Nachbarinseln zum schnorcheln und tauchen. Für die Mutigen, eine Quadtour (man bedenke die Sicherheit der Thailändischen Straßen 😉 …) oder einen Hochseilgarten. Wir fanden es am schönsten, alleine mit dem Roller über die Insel zu fahren und da anzuhalten wo es uns gefiel. So entdeckten wir auch eine kleine Hippie-Oase. Ganz getreu dem guten alten Bob Marley. Nicht verwunderlich, dass auch das Wifi-Kennwort ihm gewidmet war (siehe Bilder). Dort gab es leckere Shakes mit einem fantastischen Ausblick. Und fellige Freunde gab es dort auch! 🙂 Also ein fetter Pluspunkt von mir! Da Thailands König im Oktober verstorben ist, und an diesem Tag sein Geburtstag gewesen wäre, gab es dort gerade keinen Alkohol. Man merkt, dass die Thais noch sehr trauern um ihren geliebten König. Viele tragen schwarz und überall sind Bilder von ihm aufgestellt, an denen Menschen ihr Beileid in Kondolenzlisten eintragen können.

Tierschutz auf Koh Chang

Bei einem unserer Rollerfahrten über die Insel, sahen wir Welpen auf einer Müllhalde am Straßenrand. Wir hielten sofort an und die Welpen freuten sich so unwahrscheinlich. Sie sprangen aufgeregt an uns hoch und waren voller Hoffnung, etwas zu Essen oder zu trinken zu bekommen. Die zwei Mütter der Welpen beobachteten uns. Die eine war sehr zurückhaltend und misstrauisch, die andere sehr offen. Interessant war, dass die Hündinnen wohl alle Welpen stillten, egal ob es nun ihre oder die der anderen Mutter waren. Benjamin düste los und holte Wasser und Futter für alle. Währenddessen, suchte ich auf dem Müllplatz nach Schalen, wo man das Wasser und Futter hineinschütten konnte. Ein Welpe hatte sich schnell an mich gekettet und entschied sich wohl mit mir mitzukommen. Das zerbrach mir schon fast das Herz. Zum einen erinnerte es mich so sehr an unsere Hündin Molly, die auch aus Thailand stammt und ich vor 3 Jahren mitnahm. Zum anderen fühlte ich mich so schlecht, den Welpen nicht beschützen und mitnehmen zu können. Als wir die Welpenbande von ca. 8 Welpen plus zwei Müttern etwas gesättigt hatten, überlegten wir, was wir nun tun könnten. Ich wusste, dass es auf der Insel eine Tierärztin gab, nur hatte ich nicht ihre Nummer parat. So fuhren wir gebrochenen Herzens zurück ins Hotel um uns dort die nötige Auskunft zu holen. Wie sich herausstellte, wohnte die amerikanische Tierärztin Lisa,  nicht weit entfernt. So besuchten wir sie mitten im Dschungel. Eine Mülltonne mit der Aufschrift „Lisa“ lies uns wissen, hier sind wir richtig. Lisa und ihr Team war gerade am operieren, deshalb warteten wir geduldig auf sie. Währenddessen kamen zwei deutsche Punks, die bei Lisa für gewisse Zeit helfen wollten. Das ist scheinbar ziemlich beliebt, denn im Op stand auch ein junges Pärchen aus Deutschland, die einen Tag helfen wollten. Dabei brauch man nicht zwingend eine fachgestützte Ausbildung. Lisa reicht es als schon, wenn man die Tiere beruhigt und heben kann. Sie und ihre Tierarzthelferin sind auf jegliche Hilfe und Geld angewiesen! Den Link zu ihrer Homepage mit dem Spendenverweis findet ihr im Anschluss. Wir berichteten ihr über die Welpen und sie kontaktierte eine Schweizerin. Diese sagte mir am Telefon dass sie die Welpen kenne und sie gerade auch versorgt habe. Ich sollte Lisa allerdings Bilder von heute zeigen um abzuklären, ob die Welpen schon kastriert werden können. Lisa erzählte mir im Anschluss, dass es eine bekannte Stelle ist, wo Welpen abgeladen werden. Dort werden sie dann auch wieder eingesammelt, von Thais die einen Welpen wollen. Ganz schön hart in unseren Augen. So huschten mir ein zwei Tränen hinunter, weil ich es einfach so traurig fand, aber gleichzeitig erleichtert war, dass die Welpen wenigstens ein bisschen versorgt werden. Lisa wollte mich aufmuntern und zeigte uns daraufhin die kleine Klinik. So viele Katzen und Tiere und alle mit einer Geschichte, die ans Herz geht. Lisa war dabei ganz cool und sagte auch ehrlich, welches Tier es nicht schaffen würde. Ich denke so eine Abhärtung brauch man auch. Sie ist ja der Fachmann mit 18 Jahren Erfahrung auf der Insel. Happy Dogs Koh Chang, ist eine weitere Organisation die sich um die Straßenhunde auf der Insel kümmert. Insgesamt fanden wir Koh Chang eigentlich eher positiv im Bezug auf die Tiere. Die meisten sahen gepflegt aus und nicht so schlimm abgemagert oder von Parasiten befallen, wie zum Beispiel in Hua Hin. Zudem kastriert Lisa pro Jahr in etwa 600 Hunde und Katzen. Das dämmt das Problem auf die Jahre etwas ein. Hier erfahrt ihr mehr, wie ihr zum Beispiel mit wenig schon viel helfen könnt:

http://www.kohchanganimalproject.org/

http://happydogskohchang.com/

 

Da dies auch ein Herzensthema von mir ist und Tiere auch das Thema in meiner Bachelorthesis war, werde ich in naher Zukunft noch ein ganz eigenen Beitrag zum Tierschutz schreiben. Das würde hier nur den Rahmen sprengen!

 

Fazit

Koh Chang ist eine wunderschöne Insel, für alle Naturfreunde und Liebhaber des ursprünglichen Thailands. Der Weg nach Koh Chang ist zwar nicht so einfach wie nach Samui oder Phuket, aber 1000 Mal schöner! Wir sind auf dem Rückweg mit dem Flugzeug von Trat nach Bangkok geflogen und ich muss sagen, die 80€ sind ihr Geld wert! man ist innerhalb 40 Minuten in Bangkok und spart sich die lange Busfahrt.

 

Danke fürs lesen! Den nächsten Reisebeitrag gibt es dann im März über Florida und wo es uns sonst noch hinverschlägt. Bis dahin gibt es bestimmt aber noch andere Themen über die ich hier schreiben werde! Seit also gespannt!

Eure Annie

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Bangkok, wir sind wieder da!

 Bangkok, du Großstadtdschungel!

Wir entschieden uns auch dieses Jahr wieder mit Qatar Airways zu fliegen. Da diese einfach einen super Service bieten und sowohl Eco als auch Business Class Tickets zu top Preisen verkaufen, wenn man monatlich die Angebote vergleicht und schnell bucht. Und wir waren heilfroh darum, da die Lufthansa ja mal wieder streikte.

So leer habe ich den Frankfurter Flughafen auch noch nie gesehen. Auf den Flugtafeln war immer wieder groß und fett zu lesen: „annulliert“. Wir begaben uns nach Check-in und Sicherheitskontrolle also in die „Air Canada Lounge“, da QatarAirways  Mitglied bei One world ist und wir diese Lounge mitbenutzen konnten. Es gab leckere Snacks, Kuchen und ein kleines feines warmes Buffet und allerlei Säfte und alkoholische Getränke. Auf Wunsch kann man auch in der Lounge duschen. Ich dachte früher immer, dass die Business Class ein unnötiger Schnick Schnack ist. Mittlerweile seh ich es mit anderen Augen. Ist man zum Beispiel Mitglied und sammelt Meilen (bei Lufthansa Miles & More), so kann man diese in den nächsten Flug investieren. Unseren Florida Flug im März, haben wir beispielsweise nur über Meilen bezahlt. Meilen kann man wirklich überall sammeln. Mit der passenden Kreditkarte, Payback, Hotels, etc… Es lohnt sich also, sich mit dem zeitensiven Thema zu beschäftigen! So, das war nun der kleine Exkurs zum Thema Business Class Tickets.

Wir konnten durch die bequemen Sitze, die sich zu Betten umbauen lassen, super schlafen und kamen ausgeruht in Bangkok an.

Der nächste Schritt und Vorteil: Einreise durch den Zoll bzw. die Thailändische königliche Polizei. Mit einem Business Class Ticket kann man direkt durch die „fast lane“ gehen, und spart sich unnötig langes anstehen. Letztes Jahr sind wir für wenig Geld mit dem Airport Rail Link vom Flughafen (Suvarnabhumi) bis zur Endstation Phaya Thai gefahren. Da das Umsteigen mit 2 Koffern nicht ganz so einfach ist in den überfüllten Zügen, entschieden wir uns dieses Jahr ein Taxi direkt vom Airport zu nehmen. Dazu muss man ganz runter fahren zu „Public Taxi“. Dort stellt man sich an und zieht eine Nummer und geht dann zu dem besagten Taxi. Der Preis ist dabei scheinbar immer gleich. Das ist relativ unüblich für Thailand, denn eigentlich handelt man immer einen Preis aus.

Bangkok begrüßte uns sonnig, doch bald schlug es um und die Tropfen prasselten nur so gegen unsere Autoscheibe. Es war schön, die Gerüche und die bekannten Wege und Gebäude einfach so aufzusaugen. Da wusste ich, ich bin zurück. Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, da ich so viel mit Thailand verbinde. Molly, unser Hund aus Chiang Mai, ist wohl die größte Verbindung. All die Orte wieder zu bereisen ohne sie, ist komisch und tut auch oft weh. Man hängt eben doch an seinem Vierbeiner. Ich glaube allerdings nicht, dass sie begeistert wäre, wieder in Thailand zu sein. Straßenhunde haben es hier nicht so schön, außer am Strand. Aber ich weiche ab ;)…

Unser Hotel fanden wir letztes Jahr schon klasse, deshalb hat es uns auch dieses Jahr wieder hier hin verschlagen. Das Hilton Millenium in Bangkok besticht einfach mit seiner traumhaften Lage abseits des Trubels, direkt am Chao Phraya River. Es bietet zudem eine super Schöne Rooftopbar zu der ich später noch kommen werde. Der Hauptgrund war allerdings ein anderer: das ultimative, super leckere Frühstücksbüffet! Von Sushi über französische Baguettes, bis hin zu leckeren Salaten… Einfach ein Traum. Gerade für mich als Flexitarier, der am liebsten Fleisch- und Fischfrei lebt. Das Sushi Buffet war wirklich nicht sicher vor mir: Karottensushi, Mangosushi, Gurkensushi, Rettich und und und… Jetzt bekomme ich wieder Hunger *zwinker*! Frühstück gab es von 6:00 am  bis 11 am. Also auch super für alle internationalen Gäste.

 

Sehenswürdigkeiten

Es ist gut, vor der Reise zu planen, was man alles sehen und erleben möchte. Manche Märkte gibt es nur an bestimmten Tagen ( wie z.B. Der JJ-Market ). Manche Märkte, wie z.B. den Blumenmarkt besucht man besser in den sehr frühen Morgenstunden. Die Preise sind dabei sehr günstig, aber haben trotzdem noch Potenzial zum handeln. Gerade als „Farang“ (z. dt. „Ausländer“) sollte man ein paar Brocken Thai beherrschen. Das kommt immer gut an und sie sind dann oftmals auch gewillt auf das Angebot einzugehen. Dabei immer schön höflich bleiben, denn Thais bewahren gerne ihr Gesicht. Wir hatten jedenfalls den halben Tag auf einem Markt verbracht um zu shoppen, leckeres Essen zu probieren und die neuesten Trends zu bestaunen. Die meisten Märkte sind sehr gut mit dem BTS Skytrain zu erreichen und ein Tagesticket kostet in etwa 3-4 € pro Person. Dafür kann man sich in ganz Bangkok frei bewegen.

 

Ayutthaya

Wir haben letztes Jahr die historische Stadt Ayutthaya besucht. Wunderschöne, verlassene Tempelanlagen die von Bäumen schon teilweise überwuchert sind, finden sich hier. Wir sind von der Mo Chit Station umgestiegen in einen Kleinbus, Tickets lagen damals bei 3-4€ pro Person. Fahrzeit beträgt je nach Verkehr 1-2 Stunden. Auf jeden Fall lohnenswert und absolut beeindruckend. Außerdem schön, Bangkok für ein paar Stunden zu entfliehen und in eine ganz andere Welt abzutauchen.

Wat Arun

Dieses Jahr haben wir den Wat Arun (Temple of Dawn) angeschaut. Dieser liegt vom Hilton auch nur 10 Minuten mit dem Tuk Tuk entfernt. Die Fahrt hat in etwa 100 Baht (2,80€) insgesamt gekostet, für 2 Personen. Der Tempel liegt direkt am Fluss und ist somit auch per Boot erreichbar. Der Eintritt im Tempel betrug 50 Baht (etwa 1,20€) pro Person. Und es lohnt sich! Zwar ist der Wat Arun nach 3 Jahren immer noch verhüllt (typisch Thai 😉 ) aber auch die umliegenden Gebäude sind wirklich schön anzusehen. Man sollte allerdings Respekt wahren und die Schultern sowie Knie bedecken. Tücher und Röcke bekommt man zwar auch vor Ort ausgeliehen, davon bin ich allerdings bei den Massen an Touristen und der Hitze kein Fan. Lieber selbst ein T-Shirt anziehen und einen knielangen Rock oder Hose. Auch die Schuhe sollten zum „klettern“ geeignet sein, denn die Stufen sind steil. Für das Betreten des Tempels zieht man diese jedoch davor aus.

 

Rooftopbars

Bangkok verfügt über eine Vielzahl von Rooftopbars mit atemberaubenden Aussichten. Dabei ist das Lebua durch Hangover wohl das bekannteste. Schon alleine bei den Preisen würde bei mir jedoch der Spaß aufhören. Zudem ist es meistens viel zu überfüllt. Ich kann hierbei das Hilton nur empfehlen. Diese hat auch einen atemberaubenden Ausblick und eine happy Hour von 5pm-7pm. Da lohnt es sich wirklich, gemeinsam den Sonnenuntergang zu genießen und ein paar hübsche Erinnerungen zu schießen.

 

Food-Guide

Essen findet man je nach Geschmack überall. Wir sind Freunde des ursprünglichen  Thailands und essen gerne an der Straße, an den Fahrbaren Motorrad-Ständen. Dort gibt es meist viel für wenig Geld! Neben dem Hilton ist zum Beispiel ein Einheimischer Markt, wo man für 1€ schon einen riesen Teller Phad Thai bekommt. Dort empfiehlt es sich Thai zu sprechen, da die wenigsten englisch verstehen. Gerade für mich als (Flexi-)Vegetarier essentiell. Denn ich mag kein Schwein auf meinem Teller haben. Lediglich Hühnchen ist noch ok. (Hühnchen heißt „Ghai“ auf Thai, Ich esse kein Fleisch heißt: „Chan (weibl. Form!) Mai Gin Nür“). Mit der Fähre für 4 Baht (10 Cent) erreicht man das gegenüberliegende Ufer, wo einem andere Köstlichkeiten erreichen. Favorit waren hierbei die frischen Pommes mit diversen Geschmacksrichtungen. Wir können Barbecue und Cheese Flavor empfehlen. Auch die Sathay Spieße (Hühnchen) sind super lecker und frisch vom Grill. Bilder findet ihr im Anhang! Den Stand gab es auch schon letztes Jahr, deshalb denke ich, er wird auch noch länger da sein!

 

Nach 3 Tagen Bangkok geht es für uns weiter in den Süden. Koh Chang, das ursprüngliche Thailand-Insel-Paradies!

Mehr dazu im nächsten Beitrag.
Bisous, mon chéries!

Annie 

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